Die Vorsorgevollmacht enthält alle notwendigen und praxisrelevanten Ermächtigungen für die Vermögenssorge und Personensorge. Für den Fall einer Lücke infolge geänderter Gesetze oder Rechtsprechung ist zusätzlich eine Betreuungsverfügung enthalten, damit der Bevollmächtigte insoweit Betreuer wird.

  • Vermeidung der Anordnung einer gesetzlichen Betreuung
  • Ermächtigung zur Auflösung von Bankkonten und Depots
  • Wahrnehmung der digitalen Rechte ( z.B. E-Mail-Accounts )
  • Übertragung des Widerrufrechts auf einen Bevollmächtigten

Leseprobe: Vorsorgevollmacht

I. Vermögensrechtliche Angelegenheiten

Der/Die Bevollmächtigte ist zur Besorgung aller Angelegenheiten und Abgabe rechtsverbindlicher Erklärungen aller Art, soweit überhaupt eine Vertretung nach den Gesetzen zulässig ist, mit Ausnahme Bürgschaft zu leisten für Schulden Dritter, ermächtigt. 

In der Vertretung bei vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist der/die Bevollmächtigte insbesondere berechtigt:

  1. zur Vertretung gegenüber Banken, Behörden ( einschließlich Steuerbehörden und Gerichten ), Versicherungen, Renten- und Sozialleistungsträgern sowie Dienstleistungsunternehmen;

  2. den Vollmachtgeber sowohl als Kläger als auch als Beklagten vor Gericht zu vertreten, Verteidiger und gerichtliche Hilfspersonen zu bestellen, Prozesshandlungen oder Maßnahmen der Sicherung wie auch der Zwangsvollstreckung zu bewirken oder zu beantragen, ferner Abgaben zu bezahlen und zu diesem Zweck Erklärungen abzugeben, Fristen zu erbitten und Sicherheiten zugunsten des Fiskus zu bestellen;

  3. die Rechte des Vollmachtgebers gegenüber E-Mail-Anbietern sowie Anbietern sozialer Netzwerke wahrzunehmen einschließlich des Zugriffs auf alle lokal und im Internet gespeicherten geschäftlichen wie privaten Daten;