Die Rubrik „Erbfall und Erbe" gibt Ihnen Hilfestellung bei allen rechtlichen Fragen, die sich nach einem Erbfall stellen: Brauche ich trotz Vollmacht über den Tod hinaus einen Erbschein, darf ich bis zur Erteilung eines Erbscheins überhaupt noch Verfügungen vornehmen und wie wird ein Nachlass ordnungsgemäß abgewickelt. Welche Aufgabe kommt dabei dem Nachlassgericht zu.

  • Wer kann einen Erbschein beantragen
  • In welchem Umfang haften die Erben
  • Soll das Grundbuch berichtigt werden
  • Hat ein pflegender Angehöriger Ansprüche

Leseprobe: Erbfall und Erbe

Nachlassgericht

Eine Hauptaufgabe des Nachlassgerichtes ist die Erteilung eines Erbscheins, mit dem sich der oder die Erben als solche ausweisen können.

Wird ein Erbscheinsantrag gestellt, hat das Nachlassgericht die zur Erteilung des Erbscheinsantrages erforderlichen Tatsachen zu ermitteln.

Das Nachlassgericht hat jedoch nicht die Pflicht zur Ermittlung der Erben und Ersatzberechtigten ( keine Amtsermittlungspflicht ).

Damit ist die Erlangung eines Erbscheins für die Beteiligten mitunter schwierig, da sie insbesondere selbst dafür Sorge tragen müssen, dass erforderliche Personenstandsurkunden dem Nachlassgericht vorgelegt werden können.

Weitere Zuständigkeiten der Nachlassgerichte sind die Verwahrung und Eröffnung von Testamenten und Erbverträgen, die Bestellung eines Nachlasspflegers im Falle der Überschuldung eines Nachlasses sowie die Ernennung und Entlassung eines testamentarisch eingesetzten Testamentsvollstreckers.

Entscheidungen des Nachlassgerichts können mit der Beschwerde angefochten werden, über die das Oberlandesgericht als zweite Tatsacheninstanz entscheidet. Dritte Instanz ist der Bundesgerichtshof, sofern das Oberlandesgericht die Rechtsbeschwerde zum BGH zulässt.

Leseprobe: Erbausschlagung

An das

Amtsgericht -Nachlassgericht

Strasse



PLZ Ort


 

Datum:


Betreff: Ausschlagung der Erbschaft 
Bezug: Schreiben des Nachlassgerichts vom xx.xx.xxxx,  Az:……….

Sehr geehrte Damen und Herren,

am xx.xx.xxxx verstarb Frau/Herr ………. in ……….
mit dem letzten gewöhnlichen Aufenthalt in ………. ( wenn abweichend zum Sterbeort sonst: „ebendort“ )

Ich, die/der Unterzeichnende: Name, Vorname, Geburtsname, Geburtsdatum, Anschrift,

schlage hiermit aus allen Berufungsgründen, also sowohl im Falle testamentarischer als auch gesetzlicher Erbfolge, die Erbschaft aus. Vom Anfall der Erbschaft habe

Leseprobe: Erbscheinsantrag

An das

Amtsgericht -Nachlassgericht


Strasse



PLZ Ort


 

Datum:


Betreff: Antrag auf Erteilung eines (gemeinschaftlichen) Erbscheins 


Bezug: Nachlasssache Vorname, Name, verstorben am xx.xx.xxxx, letzte Wohnanschrift: ………. Az:……….

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit beantrage ich,

Vorname, Name, nach dem Tod von Vorname, Name, mit letztem Wohnsitz in PLZ Ort, Strasse,

die Erteilung des folgenden Erbscheins:

Es wird bezeugt, dass die/der am xx.xx.xxxx in Ort verstorbene Vorname, Name von

Vorname(n), Name(n)

allein ( oder wenn mehrere Erben vorhanden sind: zu je …...