Das Behindertentestament (vorliegend für einen unverheirateten Erblasser) bedarf einer besonderen Gestaltung mit dem Rechtsinstitut der Vor-/Nacherbschaft, damit Dritte, insbesondere Sozialleistungsträger, nicht auf das Ererbte zugreifen können. Nach gefestigter Rechtsprechung ist diese Gestaltung nicht sittenwidrig, sondern zulässig.

  • Schutz des Vermögens vor dem Zugriff Dritter, auch Gläubiger
  • Zuwendung von Gegenständen zur freien Verfügung als Option
  • Dauerverwaltung des Vermögens durch einen Testamentsvollstrecker
  • Das Formular eignet sich auch bei bedürftigen, v.a. verschuldeten Erben

Leseprobe: Behindertententestament

Erbeinsetzung

 

  1. Hiermit setze ich meine Kinder …....... zu meinen Erben zu je xx ( bitte hier Bruchteil angeben: z.B. bei zwei Kindern ½, ) ein.

  2. Mein(e) Tochter/Sohn Vorname, Name ist nur Vorerbe. Sie/Er ist von den Beschränkungen und Verpflichtungen der §§ 2113 ff. BGB generell nicht befreit. Befreiung wird lediglich erteilt von den Verpflichtungen der §§ 2116, 2118, 2119 BGB.



  3. Nacherbe ist mein(e) Tochter/Sohn ( Alt. Nacherben sind meine anderen, zu Erben berufenen Kinder, untereinander jewels zu gleichen Teilen nach den Regeln der gesetzlichen Erbfolge erster Ordnung ).

  4. Der Nacherbfall tritt ein mit dem Tod des Vorerben. Die Nacherbenanwartschaft ist unvererblich und unveräußerlich, ausgenommen ihre Veräußerung an den Vorerben. In diesem Fall entfällt jede ausdrückliche oder stillschweigende Ersatznacherbenbestimmung.

  5. Ersatzerbe für den Vorerben ist/sind der/die Nacherbe(n). Ersatzerben unterliegen nicht den Beschränkungen der Vor- und Nacherbfolge und der Testamentsvollstreckung.

  6. Ersatzerben für die Vollerben und Nacherben sind deren jeweiligen Abkömmlinge einschließlich nichtehelicher und adoptierter Abkömmlinge, unter sich nach den Regeln der gesetzlichen Erbfolge erster Ordnung, wiederum ersatzweise z.B. die gemeinnützige …......., wiederum ersatzweise deren Rechtsnachfolgerin.

  7. Die vorstehenden Anordnungen haben sämtlich Vorrang vor allen gesetzlichen oder sonstigen Auslegungs-, Vermutungs- und Ergänzungsbestimmungen.